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Politik

Was kann die Gesellschaft dazu beitragen, dass es weniger Schwangerschaftsabbrüche gibt?

Da gibt es viele Möglichkeiten. Zum einen kann man im Sinn der Prävention für eine gute Sexualpädagogik in den Schulen sorgen, die nicht allein in Aufklärung und Verhütungswissen besteht, sondern vor allem in der Auseinandersetzung mit der eigenen geschlechtlichen Identität und damit, wie man Beziehung, Liebe und Sexualität leben möchte.

Dann wäre eine Förderung der Kinder- und Familienfreundlichkeit der Gesellschaft wünschenswert. Liechtenstein ist nicht sehr Kinder- und familienfreundlich, was z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familie betrifft.  Das Land müsste alleinerziehende Mütter nicht vor die Alternative stellen, entweder drei Monate nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen und den Säugling fremdbetreuen zu lassen oder von der Sozialhilfe leben zu müssen. Das bietet einer Frau im Schwangerschaftskonflikt keine Perspektive. Wir brauchen bessere Rahmenbedingungen für Familien, besonders für Alleinerziehende, damit die Option „Kind“ als gut lebbar empfunden wird.